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Lassen Sie hier das beste Elektromobil für Sie finden:

Egal, ob elektrisch oder faltbar, ob Klapprollstuhl, Sportrollstuhl, Kinderrollstühle oder individuelle Spezialanfertigungen: Rollstühle sollten bequem, funktional und nützlich sein. Insbesondere für den Verwender ist es wichtig, dass er das Gefühl hat, dass der Rollstuhl eine wirkliche Erleichterung im Alltag darstellt. Aus diesem Grund gibt es laut Stiftung Warentest eine Reihe besonderer Aspekte, die beim Kauf eines Rollstuhls beachtet werden müssen. Jeder Rollstuhl sollte perfekt den körperlichen Gegebenheiten und den Bedürfnissen des Nutzers angepasst sein. Leider herrscht nach wie vor die Meinung, dass eben dies nicht zwingend erforderlich sei. Denn die meisten Personen, die einen Rollstuhl erwerben, können oder wollen diesen eh nicht oder nur selten benutzen. Selbst wenn dies tatsächlich korrekt ist, so sollte zumindest der Rollstuhl nicht das „hindernde Element“ in dieser Hinsicht darstellen. Im Gegenteil: ein Rollstuhl soll unterstützen, helfen, den Alltag erleichtern – und in gewisser Weise auch motivieren!

Was sagt die Stiftung Warentest zu Rollstühlen?

So vielfältig das Angebot mit Blick auf Rollstühle ist, so wichtig ist es auch zu berücksichtigen, dass es auch die Vorgaben der Krankenkassen in sich haben. Daher lohnt sich ein Blick auf das Online-Ratgeberportal der Stiftung Warentest in jedem Fall. Sehr hilfreich für den interessierten Verbraucher ist in diesem Zusammenhang auch die Plattform des Informationssystems Rehadat. Dort findet man nützliche Informationen zu diesen und anderen Themen:

  • Fakten über Rollstühle und andere Geh- und Greifhilfen
  • Hersteller- und Preisangaben
  • Hintergründe zum Behindertengleichstellungsgesetz
  • Angaben und Tipps hinsichtlich einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Hinweise auf weitere Portale wie Rollstuhlcheck.de etc.

Vor dem Kauf des Rollstuhls – die wichtigsten Tipps:

Es ist nicht ohne Weiteres möglich, in einen Sanitätsfachhandel zu gehen und dort einen x-beliebigen Rollstuhl zu erwerben. Der Kauf eines Rollstuhls gestaltet sich da erfahrungsgemäß ein bisschen schwieriger. Grundsätzlich sollte ein Rollstuhl die Aktivität und die Mobilität des Nutzers fördern, sodass eine optimale Integration in den beruflichen oder privaten Alltag gewährleistet werden kann. Umso wichtiger ist daher eine vollumfängliche Beratung durch den Arzt und/oder die Krankenkasse sowie durch das erfahrene Fachpersonal im Sanitätshaus.

Was zahlt die Krankenkasse?

Derzeit übernehmen die Krankenkassen die finanziellen Aufwendungen für den Erwerb eines Rollstuhls, sofern es die Erfordernis gebietet. Patienten mit Multipler Sklerose, spastischen Lähmungen, mit Gleichgewichtsstörungen, Querschnittslähmungen, Gelenkdefekten oder altersbedingten Erkrankungen haben gute Chancen, einen hohen Anteil durch die Krankenkasse bezuschusst zu bekommen. Selbstverständlich muss der Hausarzt nach entsprechender Untersuchung eine Verordnung erstellen bzw. ein Rezept anfertigen. Dieses ist unabdingbar, wenn der Rollstuhl, zumindest anteilsmäßig, durch die Krankenkasse mitfinanziert werden soll. Und so wird das Sanitätshaus in Kooperation mit der Krankenkasse einen Rollstuhl auswählen, der individuell auf die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt ist. Mit Blick auf das Stichwort „Bedürfnisse“ ist erwähnenswert, dass hierbei sowohl die Vorgaben des behandelnden Arztes, als auch die persönlichen Erfordernisse des Verwenders im Fokus stehen.

Darauf kommt es an:

  • die Körpergröße des Nutzers
  • das Gewicht
  • der angedachte Verwendungszweck (Alltag, sportliche Betätigung etc.)
  • die richtige Sitzhöhe und -breite
  • die optimale Sitzhöhe
  • die ideale Höhe der Rückenlehne

Probesitzen ist empfehlenswert

Wichtig ist, dass die Breite des Rollstuhlsitzes so konzipiert ist, dass der Nutzer nicht seitlich hin und herrutscht. Zugleich muss aber die Anpassung der Fläche an das Gesäß und die Oberschenkel so geartet sein, dass nicht das Gefühl des „Eingeengtseins“ entsteht. Insofern muss ein Rollstuhl sowohl Halt, als auch Stabilität bieten, ohne dabei den Nutzer zu fixieren. Wie tief der Sitz sein muss, hängt von der Länge der Oberschenkel ab. Je bequemer sich das Sitzen im Stuhl anfühlt, ohne dass die Kante der Sitzfläche vielleicht sogar in die Kniekehlen einschneidet, desto besser. Auch eine zu kurze Sitzfläche, wenn sie beispielsweise gar nur bis zur Hälfte der Oberschenkel reicht, beeinträchtigt den Komfort beim Sitzen erheblich.

Stabilität, Halt und Sicherheit

Wenn die Rückenlehne des Rollstuhls zu hoch bemessen ist, kann dies mit Blick auf die Berührung und Bedienung der Greifreifen an den Rollstuhlrädern von Nachteil sein. Außerdem könnte darunter die Bewegungsfreiheit im oberen Teil des Körpers leiden. Idealerweise reicht die Höhe der Rückenlehne daher bis kurz unterhalb der Schulterblätter.

Genügend Beinfreiheit – für mehr Komfort

Das sollten Sie über den Kauf eines Rollstuhls wissen:Liegen die Oberschenkel fest und gleichzeitig bequem auf der Sitzfläche auf und stehen darüber hinaus die Füße gerade auf den Fußhebeln, dann ist das zumeist eine optimale Sitzhöhe. Wie die Stiftung Warentest rät, wird in dem Zusammenhang beim Kauf des Rollstuhls allerdings häufig nicht bedacht, dass viele Nutzer den Rollstuhl mitunter auch dazu verwenden möchten – sofern möglich – mit ihren Füßen auf dem Boden zu „gehen“. Es gibt Situationen, in denen diese Art der Fortbewegung als angenehmer empfunden wird, als die Nutzung der Greifreifen. Gerade in kleineren Räumlichkeiten bietet sich diese Vorgehensweise an.

Die Beschaffenheit der Räder

Klein und kompakt sind Rollstuhl-Räder möglichst nicht. Vielmehr zeichnen sie sich durch eine spezielle Größe aus sowie dadurch, dass sie leicht nach hinten stehen. Das ist wichtig in Bezug darauf, dass das Kipprisiko auf diese Weise reduziert wird. Des Weiteren sollten die hinteren Räder leicht nach innen gekippt sein, um zu vermeiden, dass der Rollstuhl in „Kurvenlage“ nach links oder nach rechts ausdriftet. Bei Unebenheiten im Boden ist die Gefahr in der Tat groß, dass der Nutzer leicht aus dem Rollstuhl fällt. Nicht auszudenken!

Rollstühle – die Unterschiede

  • Falt- oder Klapprollstühle sind die wohl gängigsten Modelle dieser Produktkategorie. Sie sind prima und mit nur wenigen Handgriffen zusammenzufalten. Des Weiteren nehmen sie ausgesprochen wenig Platz in Anspruch, sofern sie einmal nicht benötigt werden.
  • Elektrorollstühle sind in der Regel ausgesprochen kostspielig, allerdings hinsichtlich ihrer Funktionalität perfekt auf die Anforderungen des Nutzers zugeschnitten. Mit nur einem Handgriff kann ein solcher Rollstuhl in die gewünschte Position gebracht werden und bietet daher mehr Flexibilität im Alltag. Allerdings sind elektrische Rollstühle nicht jedermanns Sache. Insbesondere ältere Menschen gewöhnen sich mitunter nur schwer an die meist sehr komplexe Technologie.
  • Rollstühle mit implementierter Stehvorrichtung bieten dem Nutzer bei Bedarf die Option, sich – sofern dies körperlich möglich ist – hinzustellen. Beim Einkaufen oder zum Trainieren der Muskelpartien ist dies von entscheidendem Vorteil.
  • Reha-Stühle sowie Spezialrollstühle für Erwachsene und Kinder runden die Produktvielfalt mit Blick auf Rollstühle ab.
  • Aktiv- und Sportrollstühle sind ideal für Nutzer, die den Rollstuhl nicht nur für normale Alltagsabläufe verwenden möchten, sondern die so gut es geht auch weiterhin ihre Freizeit aktiv gestalten wollen.

Nützliche Features bei modernen Rollstühlen

Wer nicht gerade auf die Standardvariante setzen, sondern von einer höheren Funktionalität profitieren möchte, der kann sich für einen Rollstuhl mit extra großen Vorderrädern entscheiden. Sicherlich bieten kleinere Vorderräder den Vorteil einer höheren Wendigkeit. Größere Rollen hingegen stehen für einen besseren Schutz und für mehr Stabilität. Das ist gerade auch in gegenden wichtig, in denen die Wege durch Bodenunebenheiten oder Schlaglöcher auffallen. Überhaupt ist ein inkludierter Kippschutz von großer Relevanz. Wer allein im Rollstuhl unterwegs ist und nicht regelmäßig eine Person zur Seite stehen hat, die den Rollstuhl schiebt, der kommt ohne einen Rollstuhl mit Anti-Kippfunktion bzw. mit Kippschutz nicht aus. Dazu rät auch die Stiftung Warentest dringend. Bei einem solchen Kippschutz handelt es sich um eine speziell gearbeitete Verlängerung, die beliebig vor- oder zurückgeschaltet werden kann. Diese trägt dazu bei, dass der Rollstuhl nicht nach hinten überkippen kann.

Tipp: Im Bereich von Bordsteinkanten oder bei Schlaglöchern, wenn die schiebende Person den Rollstuhl leicht nach hinten kippen muss, um das Hindernis zu überwinden, muss die Anti-Kippfunktion natürlich ausgeschaltet bzw. zurückgeklappt werden.

Die richtige Bereifung

Sicherlich sind Rollstühle mit Luftbereifung im Allgemeinen günstiger in der Anschaffung. Auf der anderen Seite bieten jedoch Vollgummireifen den Vorteil, dass sie nicht zwischendurch aufgepumpt oder nach einer möglichen Beschädigung sogar repariert oder gewartet werden müssen. Wer alleine lebt, wird diesen besonderen Vorzug gewiss zu schätzen wissen.

Welche Bremsen sind von Vorteil?

Wenn man an Bremsen denkt, ist sogleich von einer erhöhten Sicherheit im Straßenverkehr die Rede. Ähnlich verhält es sich auch bei Rollstühlen. Allerdings ist bei der Auswahl der passenden Bremsen eine gewisse Vorsicht geboten. Denn Fakt ist, dass keineswegs jede Bremse gleichermaßen geeignet ist, um dem Nutzer während der Fahrt ein Maximum an Sicherheit, Schutz und Komfort zu gewährleisten. Klassische Rollstühle sind häufig mit herkömmlichen Feststellbremsen ausgerüstet. Sie hat eine ähnliche Funktion, wie man es vom Autofahren her kennt. Insgesamt soll es die Feststellbremse erleichtern, Rollstühle mit Greifbereifung individueller und zielführender zu kontrollieren. Menschen mit besonderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder auch pflegebedürftige Senioren werden mit einem Rollstuhl mit Feststellbremse allerdings nur schwerlich zurecht kommen. Ideal für Einsätze dieser Art sind daher Rollstühle mit Trommelbremse. Sie bieten gegenüber der Feststellbremse den Vorteil, dass die Bremsregulierung mit Hilfe von Schiebegriffen erfolgen kann. Die Handhabung ist einfach und effektiv.

Gut geschützt – auch an kühleren Tagen

Häufig sind Rollstuhlfahrer mit einer kuscheligen Wärmedecke bedeckt, damit der Unterkörper in der kalten Jahreszeit unterkühlen kann. In Anbetracht der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten frieren Rollstuhlfahrer weitaus eher als Menschen ohne körperliche Beeinträchtigungen. Ein Schlupfsack bietet aus dem Grund einen optimalen Kälteschutz und darüber hinaus weitaus mehr Flexibilität. Denn im Gegensatz zu einer normalen Decke verrutscht nichts, sodass ein hoher Komfort und guter Rundumschutz gegen eindringende Kälte gewährleistet ist.

Mehr Sicherheit mit Speichenschutz für die Räder

Der Speichenschutz ist ein wichtiges Feature, das beim Kauf des Rollstuhls möglichst mit dabei sein sollte. Es handelt sich dabei um eine Art Kunststoffverkleidung für die Hinterräder. Damit wird von Anfang an vermieden, dass der Nutzer aus Versehen in die Speichen greift. Dieses Risiko ist unter anderem auch bei Rollstühlen mit Greifarmreifen sehr stark gegeben.

Das Preisgefüge

Das sollten Sie über den Kauf eines Rollstuhls wissen:Es ist nicht ohne Weiteres möglich, die preislichen Gegebenheiten für Rollstühle pauschal zu bestimmen. Ganz im Gegenteil, denn die Artenvielfalt mit Blick auf diese Gehhilfen hat im Laufe der Zeit rasant zugenommen. So hat auch die Stiftung Warentest festgestellt, dass sich derzeit eine Art Trend zu entwickeln scheint, der dahin geht, dass Rollstühle nicht mehr „nur“ ein Werkzeug sind, um den Alltag behinderter oder kranker Menschen zu begleiten und zu erleichtern. Vielmehr geht es hinsichtlich der neuesten Entwicklungen darin, ein Maximum an Komfort, Funktionalität, Flexibilität und Freiheit zu bieten. Normale Rollstühle ohne spezielle Funktionen sind im gut sortierten Fachhandel für rund 500 bis 600 Euro zu haben. Des Weiteren ist es ein Leichtes, die Gehhilfen zu einem weitaus höheren Preis zu bekommen. Höherwertigere und mit zahlreichen Funktionen bestückte Modelle schlagen somit gut und gerne mit einem Kaufpreis von bis zu 6.000 Euro zu Buche.

Nicht nur der Rollstuhl kostet Geld…

Gewiss stellt sich häufig die Frage, wie sich die preislichen Gegebenheiten beim Kauf eines Rollstuhls zusammensetzen. Diesbezüglich ist es nicht allein die Materialbeschaffenheit, die Verarbeitung oder der Produktionsprozess generell, der den Anschaffungspreis rechtfertigt. Vielmehr ist zudem zu beachten, dass auch die Beratung durch den Arzt, durch das Personal im Sanitätshaus sowie bei der Krankenkasse nicht kostenfrei sind. Darüber hinaus kostet auch die Anpassung Geld. All das wird von vielen Verbrauchern oft im Vorfeld nicht beachtet, wenn es um den Kauf eines Rollstuhls geht.

Tipp: Wer zusammen mit einer hilfreichen Person, die den Rollstuhl schiebt, unterwegs ist, sollte bedenken, dass etwaige Hindernisse keineswegs schwer zu überwinden sein müssen. So zeigt sich immer wieder, dass Treppenstufen oder Bordsteinkanten viel leichter zu bewältigen sind, wenn man den Rollstuhl rückwärts darüber hinweg zieht. Würde man den Rollstuhl vorwärts hochheben, würde es viel mehr Zeit und Kraft in Anspruch nehmen, das Hinternis zu meistern.

Anmerkung:

Die Stiftung Warentest hält auf ihrer Online-Präsenz zahlreiche hilfreiche Tipps und Hinweise bereit, die es der schiebenden Person ermöglichen, den Rollstuhl möglichst ohne großen Aufwand von A nach B zu manövrieren. Wer diese Hilfestellungen berücksichtigt, der wird in jedem Fall davon profitieren. Denn das Schieben eines Rollstuhls ist keineswegs mit einem Kraftakt verbunden, sondern – die richtige Handhabung vorausgesetzt – macht es sogar durchaus Spaß, einen Rollstuhl zu schieben. Je geringer dabei der körperliche Aufwand unter Berücksichtigung der Anleitungen zur optimalen Handhabung ist, desto entspannter werden die Spaziergänge.

Weiterführende Links, Rollstuhl-Tests und Infos für Rollstuhlfahrer:

http://aktive-foerderung-behinderter-menschen.de/de/Info/Rollstuhltest—Alarmierende-Ergebnisse/

https://www.myhandicap.de/hilfsmittel-behinderung/mobilitaetshilfen/rollstuhl/crashtest/

https://de.wikipedia.org/wiki/Rollstuhl

https://www.test.de/Technische-Hilfsmittel-Tipps-fuer-die-Auswahl-4316553-0/