Skip to main content

Wie erkenne ich einen guten Rollstuhl?

Was macht einen guten Rollstuhl aus?

  • Er ist mit großen Reifen ausgestattet oder kann damit aufgerüstet werden.
  • Bei Bedarf lässt er sich zusammenklappen.
  • Er ist leicht zu reinigen und die Polster abwaschbar.
  • Sein Gewicht kann von einer Person getragen werden.
  • Gute Rollstühle lassen sich unkompliziert lenken und schieben.
  • Hochwertige Bremsen sorgen für Sicherheit für Anwender und Begleiter.
  • Gute Sichtbarkeit im Dunkeln durch Katzenaugen an den Rädern.
  • Kugelgelagerte Reifen sorgen auch in unebenem Gelände für störungsfreien Lauf.

Geringes Gewicht bringt mehr Mobilität

Stahlgestelle sind zwar stabil, aber schwer. Das ist nicht nur beim Tragen des Stuhls ein Nachteil. Mobile Rollstuhlfahrer, die ihr Gefährt selbstständig fortbewegen möchten, können das nur mit hohem Kraftaufwand. Das gilt auch dann, wenn der Stuhl von einer anderen Person geschoben wird. Bereits bei ebenem Belag des Gehweges ist das schwierig. Müssen Kurven gefahren oder eine Bordsteinkante überwunden werden, kann das ein fast unmögliches Unterfangen sein.

Aluminiumgestelle erleichtern den Umgang mit dem Rollstuhl

Während Gestelle aus Stahl ein Gewicht von etwa 20 kg auf die Waage bringen, kommen jene aus Aluminium mit 13 bis 17 kg aus. Aktivrollstühle sind die leichtesten aus dem Sortiment. Sie wiegen zwischen 5 und 10 kg.

Gute Sicherheitssysteme für Rollstühle

Wie erkenne ich einen guten Rollstuhl?
  • Antikippräder verhindern, dass Nutzer die Balance verlieren und stürzen.
  • Seitenpolster verstärken auch in Kurven einen sicheren Sitz.
  • Ein Hüftgurt sichert den Körper nach vorne vor dem Herausgleiten ab.
  • Ist das Produkt mit einer Kopfstütze ausgestattet, dann darf es auch im Pkw benutzt werden.
  • Mit großen Vorderrädern ist das Fahren auf unebenem Gelände möglich.

Die Eu-Richtlinien für Rollstühle

Was beim Auto normal ist, muss auch für den Rollstuhl gelten. Die EU-Richtlinie 93/42/EWG, kurz Medizinprodukterichtlinie, soll Mitte 2017 als Verordnung in Kraft treten. Betroffene sollten sich vor dem Kauf genau erkundigen, welchen Kriterien ihr Rollstuhl entspricht.

Vertrauenswürdige Hersteller und Anbieter werden die Sicherheit ihre Produkte schon vor Inkrafttreten neuer Regelungen den Anforderungen anpassen.

Rollstühle und die Konformitätsbewertung

Die „Rollstühle mit Muskelkraftantrieb“ gehören laut Richtlinie 93/42/EWG zur Klasse I. Das heißt, dass sie nur ein geringes Gefährdungspotenzial aufweisen. Bei Medizinprodukten der Klasse 1 können Hersteller diese eigenmächtig testen und tragen die alleinige Verantwortung für das Sicherstellen der Bestimmungen. Sie bringen also auch das CE-Kennzeichen an.

Danach darf das Produkt ohne weitere Überprüfung in den Handel kommen und es gilt die Vermutungswirkung. Es wird also angenommen, dass die Erklärungen des Herstellers richtig sind.

Produkte für Menschen mit Mehrfachbehinderung

In diesem Segment bieten Hersteller Pflegerollstühle an, die noch komfortabler und individuell einstellbar sind. Sie werden zusätzlich mit einer Kopfstütze ausgestattet und halten den Körper durch umfangreiche Polsterung in seiner Position fest. Damit sie auch im Freien zu gebrauchen sind, müssen sie mit großen Rädern und einer Kippsicherung ausgestattet sein. Bei Produkten für Kinder ist das Gestell zusammenklappbar und die Sitzschale als Autositz zu verwenden.

Wodurch zeichnet sich ein guter Aktivrollstuhl aus?

  • Lässt sich auch im Sitzen zusammenklappen.
  • Sollte nicht mehr als 10 kg wiegen.
  • Ist mit der Anfaltfunktion ausgestattet. Er kann also beim Passieren eines Engpasses in der Breite verstellt werden.
  • Hat eine ergonomische Rückenlehne, die separat transportiert werden kann.
  • Rahmenmaß und Ausstattung müssen den Bedürfnissen des Nutzers anzupassen sein.

Die Anforderungen an gute Rollstühle für Kinder sind zum Beispiel:

  • Farbenfroh und kindgerecht designt.
  • Besitzen das Prüfsiegel nach ISO 7176-19: „Transport von Personen im Rollstuhl, sitzend in einem Fahrzeug (crashgetestet)„.
  • Geringes Gewicht bei gleichzeitiger Möglichkeit der individuellen Einstellung.
  • Der Rollstuhl muss „mitwachsen“. Dazu gehört die Verstellbarkeit des Rahmens, der Fußstützen und eine Polsterung mit herausnehmbaren Pads.
  • Kinder sollten die Farbe des Rahmens und das Design auf den Speichenschützern selbst aussuchen können.
  • Ganz einfache Bedienbarkeit durch das Kind.

Der Crashtest für Rollstühle

Wie erkenne ich einen guten Rollstuhl?Pkws sind mit Airbags ausgestattet und diese werden umfangreich geprüft. Wer im Rollstuhl unterwegs ist, hat diesen Schutz nicht. Daher ist es gut, dass einige Hersteller zumindest Crashtests durchführen. Die zeigen, wie sich der Körper bei einem Aufprall verhält. Dazu gibt es im Netz einige Filme, die sich jeder, der sich einen Rollstuhl zulegen muss, anschauen sollte. Hier wird zwar geprüft, wie sich das Produkt während eines Transports im Kraftfahrzeug verhält, zeigt jedoch gleichzeitig die Stabilität des Rahmens.

Mindestanforderungen für Toiletten- und Duschrollstühle

  • Nach hinten offene Sitzfläche erleichtert die selbstständige Intimhygiene.
  • Ergonomisch geformte Rücken- und Sitzfläche.
  • Die Hinterräder sollten 24 Zoll groß sein.
  • Sie müssen leicht zu reinigen und wasserfest sein. So lassen sie sich sowohl als Toiletten- als auch als Duschstuhl nutzen.